Frau liest in einem Holzsessel, Decke auf dem Schoß, braune gefütterte Clogs an den Füßen und Kerzen auf der Fensterbank

Hygge: das dänische Lebensgefühl für einen sanfteren Winter

Die Dänen haben ein Wort für das Gefühl an einem Winterabend, eingekuschelt in eine Decke, eine warme Tasse in den Händen und Kerzen angezündet: Hygge. Mehr als ein Deko-Trend ist es eine Art, die kalte Jahreszeit zu leben und Geborgenheit in einfachen Dingen zu finden. Und die gute Nachricht: Es lässt sich ganz leicht übernehmen.

Kurz gesagt

  • Hygge spricht man ungefähr „hü-ge“ aus.
  • Es ist ein Gefühl von Wohlbefinden, Wärme und Geborgenheit, oft geteilt.
  • Es beruht auf sanftem Licht, Komfort, Einfachheit und dem Dasein für andere.

Was genau ist Hygge?

Das Wort hat im Deutschen keine genaue Entsprechung – am nächsten kommt wohl „Gemütlichkeit“. Es beschreibt eine Atmosphäre und eine Geisteshaltung: sich wohlfühlen, geschützt, umgeben, ohne Druck. In Dänemark, wo der Winter lang und dunkel ist, ist Hygge fast eine kollektive Strategie, um die Jahreszeit gut zu leben, statt sie nur zu ertragen.

Manchmal wird es mit Cocooning verwechselt. Beide sind sich ähnlich, doch Hygge legt mehr Wert auf Gemeinschaft und Geselligkeit, während Cocooning eher den gemütlichen Rückzug nach Hause meint. Für einen Abend ganz für sich sind unsere Ideen für einen gemütlichen Abend ein guter Ausgangspunkt.

Die Grundprinzipien von Hygge

Das Licht

Kerzen, niedrige Lampen, warmes, gedämpftes Licht: Das ist die Säule von Hygge. Statt grellem Deckenlicht setzt man auf mehrere kleine Lichtquellen, die gemütliche Ecken schaffen.

Der Komfort

Decken, dicke Pullover, Wollsocken, gefütterte Hausschuhe: alles, was umhüllt und wärmt. Körperlicher Komfort ist die Voraussetzung, um wirklich zu entspannen.

Die Einfachheit

Man muss weder Geld ausgeben noch alles umgestalten. Ein langsam zubereiteter Kaffee, ein selbst gebackener Kuchen, ein Spaziergang in der Kälte und danach ein warmes Getränk: Hygge steckt in den alltäglichen Momenten.

Die Präsenz

Weniger Bildschirme, mehr Gespräche. Hygge heißt, ganz da zu sein – bei sich selbst oder bei den anderen.

Die Natur

Holz, Wolle, Leinen, Zweige, Tannenzapfen: Natürliche Materialien und sanfte Farben bringen Ruhe.

Frau sitzt mit einer Tasse, trägt helle Pantoletten in einem Raum mit sanftem Licht

10 Ideen, um Hygge nach Hause zu holen

  1. Eine Leseecke am Fenster einrichten, mit Sessel, Decke und Lampe.
  2. Beim Abendessen Kerzen anzünden, auch unter der Woche.
  3. Ein Sonntagsritual einführen: Brunch, Spaziergang, Film.
  4. Freunde zu einem einfachen Essen einladen statt zu einem aufwendigen Dinner.
  5. Eine Suppe oder ein Schmorgericht kochen, das das ganze Haus duften lässt.
  6. Weiche Hausschuhe am Eingang bereithalten, um sie beim Heimkommen anzuziehen.
  7. Jeden Abend eine handyfreie Pause einlegen.
  8. Spazieren gehen, auch wenn es kalt ist, und sich dann zu Hause aufwärmen.
  9. Holz, Wolle und Pflanzen ins Wohnzimmer bringen.
  10. Sich am Wochenende Zeit für ein richtiges Frühstück nehmen.

Hygge beginnt bei den Füßen

Mit eiskalten Füßen fühlt man sich kaum wohl. Nicht umsonst gehören Hausschuhe und dicke Socken zu den Symbolen von Hygge. Ein gefüttertes, weiches Modell, das sich leicht anziehen lässt, wie die gefütterte Pantolette Bormio oder der Hausschuh Merano, wird schnell zum ersten Handgriff beim Heimkommen.

Häufige Fragen

Wie spricht man Hygge aus?

Ungefähr „hü-ge“, mit einem kurzen ü.

Ist Hygge nur etwas für den Winter?

Nein, aber im Winter entfaltet es seine ganze Bedeutung. Im Sommer lebt man es eher bei einem Picknick oder einem Abend auf der Terrasse.

Muss man neu dekorieren, um Hygge zu leben?

Überhaupt nicht. Ein paar Kerzen, eine Decke und etwas Zeit reichen völlig aus.

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